Flora-Nike Göthin

Achtung Triggergefahr!
Die Autorin Flora-Nike Göthin schreibt seit über 30 Jahren Texte zum Thema sexuelle Gewalt an Kindern und hat von 2002 bis 2013 im Bittere-Tränen-Projekt des Lumen Verlages mitgewirkt. In dieser Zeit sind sieben unterschiedliche Anthologien mit über 430 Autorinnen und Autoren aus ganz Europa und einem Beitrag aus den Phillipinen entstanden, die alle sexuelle Gewalt erlebt haben und das Schreiben als heilsame Erfahrung empfunden haben.
Die klare Sprache dieser Autorin war geliebt und gefürchtet zugleich.
Eine Buchrezension bei Amazon beschreibt es so:

„Auch wenn es Texte gibt, die auf dem ersten Blick etwas an Fassung verlieren, sind sie ein wahrer Genuss. Vielen Dank an Flora Nike Göthin und Hannes König, die mir zeigen, wie menschlich Ekel, Hass und Zynismus in unserer Gesellschaft sind und dass es ein Recht darauf gibt, so zu empfinden.“

Seit 2020 nimmt sie auch die Kirche und Orden ins Visier, deren unfreiwillige „Spielgefährtin“ sie als sechsjähriges Heimkind geworden ist.


Die Ministrantenmissbrauchsversicherung

Eine Realsatire von Flora-Nike Göthin in kreativer Zusammenarbeit mit KTO und Martin Breuer

Während sich in Würzburg alle kirchlichen Jugendarbeiter auf das große Ministranten(fischer)fest in Münster-Schwarzach vorbereiten, macht eine verwirrende Meldung die Runde: Eine Versicherung (VBG – die Verwaltungsberufsgenossenschaft aus Hamburg) hat sich an die DBK gewandt und nachgefragt, warum die Missbrauchsfälle der Ministranten nicht als Arbeitsunfälle gemeldet wurden…..Die Wortwahl der Versicherung stößt vielerorts auf Ablehnung, denn es hört sich zynisch an, was wahrscheinlich gut gemeint ist.

Dennoch bleiben viele Fragen offen, die wir als Betroffeneninitiative hier mal stellen möchten:

Für wen tritt diese Versicherung ein? Für den Täter, um seinen an dem Kind angerichteten Schaden auszugleichen oder für das ehrenamtlich arbeitende Kind, das durch die Übergriffe des Priesters nach dem Ministrieren einen „Unfall“ mit lebenslangen Folgen erlitten hat?  Wird in Zukunft also das Verbrechen eines Missbrauchtäters eher als Arbeitsunfall anstatt als ein Vergehen gegen das sechste Gebot der Ehelosigkeit zu werten sein?

Qui bono? Wem nützt diese neue Entwicklung? 

Dem Opfer, weil es vielleicht endlich eine angemessene Entschädigung erhält oder dem Täter und seiner ihn schützenden Organisation, weil sie die Folgen seines Tuns nicht mehr selbst entschädigen muss? 
Die Tathergänge und die daraus erfolgende Entschädigung würden dann wie ermittelt und bemessen? Mittels Gutachten, Attesten, Befragungen, Expertisen, was durch die nicht vorhandenen Zeugen wieder sehr schwierig sein wird und schon beim Opferentschädigungsgesetz des Staates (OEG) seit Jahrzehnten nicht funktioniert. Und wer finanziert das letztendlich? Der Steuerzahler, der ja schon die Apanagen für die Kirche von seinem mit ehrlicher Arbeit verdienten Lohn abgezogen bekommt?

Ist das alles ein clever ausgeklügeltes Umverteilungssystem? Das neue Geschäftsmodell eines findigen Versicherers, der vielleicht mit einem Bischof befreundet ist und ihn von den lästigen Ansprüchen der Betroffenen befreien möchte?
Weil Missbrauch in der Kirche mittlerweile so sicher wie das Amen ist, kann man diesen ja auch versichern…und Versicherungen haben eine Menge geschultes Personal zur Abwehr von Versicherungsansprüchen….

Daran verdienen dann eindeutig mehr Leute als an der Abschaffung des Zölibats, welches ja eingeführt wurde, um die angesparten Vermögen der unverheirateten Priester am Ende ihres (un)heilbringenden Lebens im Schoß der Kirche zu bunkern. Letzteres passiert trotz Zölibatsumgehungen…Ist es dann nicht ein gute Fügung, dass gerade jetzt in Münster-Schwarzach das große Ministrantenrekrutierungsfest des Würzburger Bistums veranstaltet wird?
Dann kann jedes neu verpflichtete Kind gleich seine Versicherungspolice mit nach Hause nehmen. Für den Fall, in zehn oder zwanzig Jahren, wenn es für seine komischen Erlebnisse mit dem Klosterabt im Gebüsch hinter dem Zeltplatz endlich Worte findet und berichten kann, was vor ihm schon Millionen anderer Ministranten über Generationen erleiden mußten.

Ein Arbeitsunfall…….

Das bedeutet schlußfolgernd also auch, dass die Kirche (im deutschen Staat verbotene) Kinderarbeit fördert und fordert?  
Warum gibt es eigentlich noch immer keine Mindestaltersgrenze für Ministranten, z.B. ab 16 Jahren, wie es das Jugendschutzgesetz auch für Alkohol, pornografische und gewaltverherrlichende Filme vorsieht? (Mittel, die übrigens auch von Priestern gerne eingesetzt werden, um Kinder gefügig zu machen!) Im Alter von 16 Jahren KÖNNTEN sich die Jugendlichen eventuell wehren, oder eher verstehen, dass es nicht richtig ist, wenn sie dem Priester in der Sakristei oder im Pfarrhaus einen runterholen sollen. Sie KÖNNTEN sich aufgrund der körperlichen Konstitution eher wehren als ein fünf oder neunjähriges Kind… Sie KÖNNTEN entscheiden, nicht mehr in die Nähe des Pfarrers zu gehen und sie KÖNNTEN ihren Eltern, Lehrern, und erwachsenen Vertrauenspersonen  davon erzählen… es wäre also wenigstens die Chance eines Schutzes gegeben.
Dennoch sind viele nicht mal ab 16 Jahren in der Lage, sich gegen die manipulative Gewalt zu wehren. Entweder, weil man sie schon als Kleinkind den Klerikern zur Gehirnwäsche ausgeliefert hat (z.B. als Ministranten) oder, weil sie aufgrund familiärer Probleme bedürftig sind, nach Aufmerksamkeit, danach, gehört und gesehen zu werden, und weil sie es manchmal sogar für Liebe halten, was ihnen diese Triebtäter im Namen Christi antun. Denn das wird ihnen noch während der Penetration erzählt, damit sie die Schmerzen leichter ertragen mögen, wenn ihr Hintern oder die weiblichen Genitalien aufgerissen werden. So wie Christus seine Schmerzen am Kreuz ertrug, kann auch hier das Kind seine Liebe zu dem geweihten Vertreter Gottes beweisen, in dem es sein Schreien unterdrückt, darüber schweigt und jeden Sonntag brav wiederkommt…

Aber nun ist das ja alles nicht mehr so schlimm, denn es gibt die Versicherung.

Noch immer ist mir nicht klar, warum eine Versicherung FREIWILLIG Unsummen bezahlen möchte, denn die würden auf sie zukommen, wenn sie wirklich zahlungswillig wären.
Und noch eine Frage, die neben all den anderen Betroffenen auch die Heimkinder betrifft: Warum bezahlt die Versicherung explizit nur für Ministranten?
Was ist mit den Kindern in den Heimen, die von Nonnen an Pfarrer und Ordensbrüder in Netzwerken organisiert verkauft wurden? Sie haben auch gearbeitet! Sie wurden prostituiert.  Zwangsprostitution durch kirchliche Zuhälter:Innen. 
Gilt das auch als ehrenamtliche Tätigkeit? 
Sie waren vielleicht noch zu klein, um in der Wäscherei, im Garten oder sonst wie für das Heim zu arbeiten, aber sie waren nie zu klein für die Gelüste der Kleriker:Innen. 
Welche Versicherung kann und will all dies bezahlen? Nach welchem Gesetz wird Gleiches gleich entschädigt, was steht in der Police, wer ist der Versicherungsnehmer?
Und warum wird die Anfrage des Versicherers erst jetzt an die Kirchen gestellt, obwohl die Taten schon vor 12 Jahren publik wurden…
Was ist mit der Verjährungsfrage, mit Betroffenen, die rechtskräftige OEG-Urteile erkämpft haben? 
Erneut würden intime Daten von Menschen gelesen und verwaltet werden. Wieder haben Betroffene keine Kontrolle darüber, was mit ihren Berichten geschieht. Wie in den Bistümern, wie bei der UKA. Übernimmt die Versicherung auch die Kosten für die strafrechtlichen Retraumatisierungen, die bei inkompetenten Befragungen vorprogrammiert sind? Wird die Entschädigung zusätzlich zur UKA-Zahlung ausgeschüttet oder stattdessen? Oder werden bereits ausgezahlte UKA-Tantiemen wieder abgezogen, wie bei der UKA derzeit die früheren Bistumszahlungen verrechnet werden?
Wer bezahlt die Versicherung? Die Ministranten von ihrem Taschengeld? Oder die Eltern zusätzlich zur Kirchensteuer?
Oder der Bischof für seine Angestellten – aus Sondervermögen, die plötzlich auftauchen, wenn ein Geistlicher in selbstverschuldete Geldnot oder Notgeilheit gerät…..

Für Antworten wäre ich sehr dankbar. Gerade prüft Bischof Bätzing den Brief der Versicherung. Vielleicht weiß er danach mehr, was er uns wissbegierigen und noch immer auf Entschädigung wartenden Betroffenen dann mitteilen kann…

Aber nur mal so gefragt:

Wäre es nicht grundsätzlich einfacher, mit den Kindern sonntags was Schönes in der freien Natur zu unternehmen, einen Spielplatz zu besuchen, mit ihnen in den Zoo zu gehen, sich mit ihnen an der gemeinsamen Zeit zu freuen, anstatt sie vor Priestern niederknien zu lassen, glöckchenklingelnd und weihrauchverqualmt…..

Mein kleiner Bruder und ich wurden von unseren Eltern jeden Sonntag in die Kirche geschickt, aber wir sind lieber heimlich auf den Spielplatz gegangen und haben von unserem Taschengeld Süßigkeiten am Kiosk gekauft. Schließlich wußten wir seit unserem Kinderheimaufenthalt bestens darüber Bescheid, dass ein sicherer Abstand zu Priestern weniger Qualen bedeutet… abgesehen davon, dass es mehr Spaß gemacht hat. Genau das, was Kinder für ihre Seelenheil wirklich brauchen. Auch sonntags!
Und ich bin sicher, dass der liebe Gott und seine Schutzengel trotzdem ein Auge auf uns hatten, und vielleicht sogar an unserer Freiheit und Freude Gefallen hatten. Sonst wäre sicher irgendwann die Schaukelkette gerissen, die Rutsche zusammengebrochen oder es hätte sich ein großes Loch im Sandkasten aufgetan, durch das wir schnurstracks in die Hölle gefallen wären… (natürlich ohne Versicherung…)
Nichts davon ist passiert. Die einzige Hölle, die es in meinem Leben gab, waren das katholische Kinderheim und die katholische Kirche mit ihren Lügen, Verbrechen und den Märchen von ihrer Notwendigkeit…
Gut, dass man eines Tages erwachsen wird und das alles durchblickt. Auch wenn es Jahrzehnte gedauert hat!


Unfallversicherung macht Druck auf die Kirche
6. Mai 2022 – Anette Zoch, Süddeutsche Zeitung

9.5.2022 – Das Mülheimer Amtsgericht hat einen katholischen Priester aus dem Bistum Essen zu drei Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro verurteilt. Das Gericht konnte nachweisen, dass der Priester sich zumindest bei einem Treffen mit einem damals Minderjährigen strafbar gemacht hatte. Das Opfer sagte aus, dass es eine freundschaftliche Affäre gewesen sei. Der Priester betonte, er sei kein Missbrauchstäter. -Quelle: WDR


Zölibat oder Wahrheit

„Da wär er mal lieber in aan Buff neigange, als sich klaane Kinner zu nemme!“ (Die Stimme des Volkes, eingefangen in einer Würzburger Lokalität)

Es gibt Sätze in der Missbrauchsdebatte, die prägen sich ein, weil sie die ganze Moralgeschichte der Kirche so ad absurdum führen und alles, was Priester, Bischöfe und Päpste von sich geben, in Frage stellen.
Der oben zitierte Satz gehört für mich dazu, seit ich ihn gehört habe.

Gehen Priester ins Bordell?

Darüber hatte ich mir tatsächlich nie Gedanken gemacht, weil mir schon die Debatte, ob Männer überhaupt Frauen kaufen und benutzen sollen, jedesmal Würgegefühle verursacht. Eventuell gibt es doch Parallelen zwischen Missbrauch und Prostitution…wahrscheinlich die Würde, die dabei vernichtet wird…

Deshalb war es immer ein Trost für mich, dass die EMMA sich in regelmäßigen Abständen mit diesen unlösbaren Fragen und Zuständen beschäftigt. Möge Alice Schwarzer bitte 150 Jahre alt werden!

Die Vorstellung eines Priesters im Bordell schafft allerdings neue Abgründe und gleichzeitig Höhenflüge in meinem Denken.
Ich habe die Frage also gegoogelt und möchte diese Erfahrung unbedingt weitergeben, denn sie ist sensationell.

Es beginnt mit dem Portal Gute-Frage.net:
„Dürfen Priester ins Bordell gehen“?

Die Antworten auf diese Fragen aus des Volkes Mitte sind entlarvend und abgeklärt…(Ich verstehe – alle wussten es schon lange, nur ich nicht.)

Danach berichtet ein wissenschaftlicher Artikel über die Schwierigkeiten der Priester mit dem Zölibat. Beim Öffnen des Artikels lächelte mir Bischof Jung, unser Würzburger Bischof, entgegen, mit Hinweis auf SEINE Meinung über Zölibat und die Frauenfrage.

Darauf folgt ein Artikel über einen gesprengten Prostitutionsring im Zusammenhang mit dem Vatikan 2014. Die Polizei ermittelte osteuropäische Jugendliche, die den hohen Herren im Vatikan regelmäßig gebracht wurden…..

Aber dann, schon an fünfter Stelle bei den Google-Einträgen, entdeckte ich – tataaaa – Trommelwirbel!! – meinen neuen Helden, den Heilsbringer schlechthin für meine verwunde(r)te Seele:

Francesco Mangiacapra (übersetzt: Franziskus, der Ziegen/Böcke isst).

Francesco Mangiacapra hatte 2018 ein 1233 Seiten dickes Dossier an den neapolitanischen Bischof übergeben, in welchem er 40 oder 50 (in Worten fünfzig!) Priester benannte, die regelmäßig seine Dienste in Anspruch nahmen. Darunter ein Priester aus unserer fränkischen Heimat Bamberg, der bei seinen Besuchen in Rom auch immer ein bisschen körperliche Wellness mit Samenerguss bei dem anderen Franziskus buchte….

Francesco Mangiacapra wurde mit seiner Heldentat über Nacht berühmt. Er verlor zwar das Vertrauen einiger klerikaler Kunden, weil er sich nicht an die hochbezahlte Omertá (das Schweigegelübde der Mafia) hielt, aber so schnuckelig wie er aussieht, hatte er das Defizit bestimmt bald wieder ausgeglichen. Zumal ihm die damit einhergehende Aufmerksamkeit auch viel bedeutete, wie er in einem Satz sagt, in dem er sich mit dem Papst vergleicht.

Was ihn aber vor allem auszeichnet und zu meinem Helden macht, ist die Tatsache, dass ihm die Moral wichtiger war als das Geld.
Also umgekehrt, wie es die Kirche handhabt.

Der junge Mann, der vorher Jura studiert hatte, störte sich zunehmend an der Doppelmoral und Scheinheiligkeit der Priester, die nach der Predigt schnell die Soutane mit Stringtangas tauschten, um in seiner Gesellschaft ein anderes Himmelreich zu erlangen, das der göttlichen Lust, mit der jeder normale Mensch von unseren Herrgott ausgestattet wurde.
Statt Wein aus dem goldenen Kelch ergötzten sie sich an anderen Flüssigkeiten und ihre Hände, die sonst das zu Keuschheit verpflichtete Volk segneten, berührten nacktes sündiges Fleisch, bis ihre Sinne sich in der Ekstase verloren….(ob sie dabei Kondome benutzten, was ja wieder Sünde gewesen wäre, stand leider nicht in den Artikeln. Aber das ist ja auch nur eine kleine Sünde im Vergleich zu der Teufelsküche, in der sich die heiligen Herren sonst vergnügten…)

So oder ähnlich stelle ich mir die Besuche der Priester bei Signor Mangiacapra vor, denn er wird ihnen nicht aus der Bibel vorgelesen haben…Man muss doch auch mal abschalten können in seiner Freizeit….
(Den Stern-Artikel mit einem kleinen Film und Italienisch-Lektion frei Haus finden Sie im Anhang. Mon Signore Mangiacapra sieht wirklich göttlich aus…..Kein Wunder, dass so viele Priester vor ihm auf die Knie gingen).

Aber zurück nach Franken: Bischof Jung, der aus Speyer eingereist war, um im Bistum Würzburg aufzuräumen, regiert jetzt in der Nähe des Bamberger Sünden-Bocks und muss sich noch mit vielen anderen sexbesessenen Priestern, „die sich lieber die Kinner nemme“ beschäftigen und sie ins Zölibat zurückzwingen.

Kann das funktionieren?

Man erzählte ihm von einem Wunderort, wo man glaubte, diesbezüglich gute Arbeit zu tun…..und Glaube versetzt ja bekanntlich Berge…in unserem Fall Berge von Priestern…..

Es gibt nahe Würzburg das Benediktinerkloster Münster-Schwarzach.
Dort versuchte man in der Vergangenheit (leider oft erfolglos), sexuell abtrünnige Priester zu therapieren. In der Hoffnung, es möge trotzdem gutgehen, schickte man Priester, wie den seit seiner Seminarzeit als pädophil bekannten Wolf-Dieter W., wieder auf Strecke, ohne Akteneintrag und möglichst weit weg, in ein anderes Bistum.
Bis sich die Kinder in dem neuen Ort trauten. ihren Eltern von den Übergriffen des charismatischen Priesters zu erzählen, gingen wieder ein paar Monate oder Jahre seiner Laufbahn ins Land. …

Es war und blieb also ein einträgliches Geschäft für den Gründer des Recollectio-Hauses Wunibald Müller, denn die (notwendigerweise wiederholten) Auszeiten der Priester waren seine von den Bistümern garantierten Einnahmen.
In Münster-Schwarzach trafen sie auch auf Mönche, die sich schon an anderen Orten an Kindern vergriffen hatten. So waren die pädophilen Priester für die Zeit Ihrer Recollection (frei übersetzt: Wiedereinsammlung) wenigstens unter Gleichgesinnten und konnten nach ihren anstrengenden Therapiesitzungen Bilder, Filme und Erfahrungen austauschen. Vielleicht war das das Therapiekonzept…oder der Grund, warum es fehlschlug.

Seit seiner Berentung stellt sich der ehemalige Leiter des Recollectio-Hauses noch gerne als Sexperte (Experte für Sexuellen Missbrauch) in den öffentlichen Medien dar und therapiert auch schon mal die inzwischen erwachsenen Folge-Opfer seiner fehlgeschlagenen Täterumkehrversuche.

Wahrscheinlich hat Bischof Hofmann, der Vorgänger von Dr. Jung, in den 17 Jahren seiner Würzburger Amtszeit auch von all dem „nichts geahnt, nichts geahnt.“ Er kam ja, wie sein Ziehvater Meissner, aus Köln und war dem fränkischen Karneval also schon rein genetisch mehr zugeneigt als der Aufklärung der hässlichen Verstöße seiner Angestellten gegen das sechste Gebot…Kirchenoberhäupter wissen schon, wie man das Volk gewinnt und an der kurzen Leine einer falschen Glaubenslehre hält:
Brot, Spiele und Vertuschung….

Dumm nur, wenn manche Menschen, die von der Kirche gerne an den Pranger gestellt werden, dann doch mehr Moral im Leib haben, als jene. die sie predigen.….

Ich fände es äußerst amüsant (und entschuldige mich vorauseilend, falls meine Phantasie jetzt mit mir durchgeht), wenn Francesco Mangiacapra als Verkünder der Wahrheit am Ende zum Papst gewählt werden würde. (Genug Anhänger und Fürsprecher fände er in Rom bestimmt..:-))

DANN hätte die Kirche eine echte Chance auf Erneuerung durch Ehrlichkeit.

Als erste Amtshandlung würde er mit einer segnenden Bewegung alle Priester von ihrem zölibatären Joch befreien. Sie würden auf dem Petersplatz tanzen, die Nonnen und Padres (wenigstens die jungen hübschen) aus ihren Klöstern holen, sich umarmen, küssen, lieben und endlich den Menschen nahe sein.

Menschwerdung unter Menschen als Beginn eines Paradieses auf Erden.

Amen und Hallelujah (das von Leonard Cohen natürlich)!

Übrigens: Der Bamberger Priester wurde umgehend nach Mangiacapras öffentlicher „Beichte“ vom Dienst suspendiert….Was bleibt dem armen Mann also, als jetzt wieder „die Kinner zu nemme“…
Das ist sicherer, denn erfahrungsgemäß passiert ihm da weniger…
Im Gegensatz zu Herrn Mangiacapra bekommt ein Kind im erzkatholischen Franken immer noch eine Ohrfeige, wenn es so etwas von dem guten Herrn Pfarrer erzählt…
…………………………………………………………….und schweigt danach für Jahrzehnte!


Quellennachweise:

Dürfen katholische Priester ins Bordell gehen? (Religion,…

10.04.2010 · Dürfen katholische Priester ins Bordell gehen? Wie lautet da das Kirchengebot?…komplette Frage anzeigen . 12 Antworten artquilt 11.06.2010, 19:43. Sie „dürfen“ natürlich nicht, aber ich bin sicher, ganz viele tun es trotzdem, weil al …

www.vaticannews.va › de › kircheD: „Fast alle Priester haben Probleme mit Zölibat“ – Vatican News

06.06.2019 · „Es gibt Priester, die im Urlaub ganz viel Sex haben und den Rest des Jahres zölibatär verbringen. Andere führen konsequent ein Doppelleben. Haben eine feste Beziehung, gehen gewohnheitsmäßig ins Bordell oder behelfen sich mit Pornos.“ Wirklich keusch lebe nach seiner Einschätzung kaum ein Priester.

www.welt.de › So-sehr-hadern-Priester-mit-dem-ZoelibatSo sehr hadern Priester mit dem Zölibat – WELT

05.06.2019 · Andere führen konsequent ein Doppelleben. Haben eine feste Beziehung, gehen gewohnheitsmäßig ins Bordell oder behelfen sich mit Pornos. WELT: Wirklich keusch ist also kaum jemand. Reich …

Römische Polizei sprengt Prostitutionsring für Priester

https://www.focus.de › Panorama › Aus aller Welt

09.09.2015 — Ranghohe Geistliche unter Verdacht … Italienische Medien berichten, dass in Rom ein Prostitutionsring für Priester aufgeflogen ist.

www.freiewelt.net › nachricht › kardinal-brandmueller: Kardinal Brandmüller: »Schweigen« um wahre Ursache der…

Francesco Mangiacapra: „Auch Priester wollen harten Sex“ |…

08.04.2018 · Francesco Mangiacapra sitzt in Neapels schönstem Belle-Époque-Kaffeehaus Gambrinus und zückt bedeutsam sein Mobiltelefon. Über diesen Mann spricht zurzeit ganz Italien, Mangiacapra hat um die 40…

www.vice.com › de › articleCallboy bringt Bamberger Pfarrer zu Fall – VICE

12.04.2018 · Francesco Mangiacapra ist Callboy. Gegen Geld schläft er in Italien mit Männern, befriedigt sich vor der Webcam und schickt heiße Fotos per WhatsApp. Jetzt hat er ein Dossier veröffentlicht, das…


Ungeheuer gehorsam!

Ich bin eine Frau aus dem 20. Jahrhundert.

Meine harte Kindheit hätte ich nicht überlebt, wenn ich gehorsam gewesen wäre. Es waren meine Widerspenstigkeit und die Kraft, die sich aus Wut entwickelt, welche mein Überleben gesichert haben. Und ein unbändiges Schreien, das zwar heute leiser scheint, aber mir manches Mal Freiräume verschafft (hat), die ich anders nicht bekommen konnte.
Es ist anstrengend, so leben zu müssen, mit einem Leben, das mehr Kampf als Frieden bedeutet, aber es ist immer noch besser als an Ungerechtigkeit zu sterben. Jung zu sterben, wie viele Kinder, die in die Hände von ungeheuer Gehorsamen fielen. Oder waren es gehorsame Ungeheuer?

So ganz schlüssig bin ich mir noch nicht, aber wir werden es herausfinden. Früher oder später.
Früher glaubte ich den Frommen, wenn sie ihren Gehorsam in mich hineinprügeln wollten, und mir sagten ich sei schuldig, sündig und schlecht. Heute glaube ich, dass die Dinge doch etwas anders liegen als sie scheinen. Besonders die heilig Scheinenden.

Sie nennen sich zum Beispiel die barmherzigen Schwestern vom göttlichen Erlöser.
Klingt das nicht, als ob…. sie besonders gut und den Menschen wohlgesonnen wären? Wie sich aufopfernde Wesen, die voller Güte verwahrloste Bastard-Kinder, aus sündigen Familien und schlechten Elternhäusern in Kinderbewahranstalten zu gehorsamen gut funktionierenden Erwachsenen formen?

Das waren zumindest die vordergründigen Begründungen, warum Ihnen Anwesen und Summen großen Vermögens von kinderlosen Ehepaaren vererbt wurden, unter der Bedingung, dass sie sich der genannten Abfallkinder annahmen und ihnen ein liebevolles gutes Zuhause gäben. So geschehen in Würzburg und Eltmann, beides Mal 1907.

Die ungeheuer Gehorsamen zusammen mit den ungeheuer Ungehorsamen hinter dicken Mauern versteckt.

Eine gemeine (doppelter Wortsinn!) Klosterschwester muss ihrer Oberin gehorchen. Die Oberin gehorcht dann dem weit über ihr stehenden Gemeindepriester, der wiederum seinem Generalvikar, der seinem Bischof und der dem Papst. All diese Menschen versprechen dem Nächsthöheren Gehorsam.

Der Einzige, der anscheinend niemandem gehorchen muss, außer einem unsichtbaren Gott im Himmel, ist der Papst. Also der Einzige auf dieser Pyramide, der dort oben Luft bekommt. Kein Wunder, dass jeder alles tut um weiter nach oben zu kommen. Jeder will Papst werden. Um der guten freien Luft willen, um des freien Willens willen. Dem Himmel so nah.

Nur die Frauen wollen es nicht. Sie wurden angeblich von Gott nicht dafür vorgesehen, und egal wie viel sie jeden Tag beten – so ca. fünfmal täglich – sie können sich nicht aus ihrer misslichen unterwürfigen Lage befreien.
Das Einzige, was noch unter ihnen steht, sind die Kinder und sonstige Kriechtiere zu ihren Füßen.
Und manchmal treten sie mit ihren Füßen danach, denn sie können sich nur nach unten ausstrecken, ihren Frust, ihre Wut nach unten ablassen. Nach oben gibt es dafür keinen Platz, da beugt sie der Gehorsam, den sie bei ihrer Weihe versprochen haben.
Die Dienerinnen Gottes, wie sie auch genannt werden, sehen sich daher im Recht und haben keine Skrupel, wenn sich die Kriechtiere und Kinder unter ihren Füßen winden, weil sie danach treten. Ihr Horizont ist das Selbstverständnis ihrer Demut.

Als Frau des 20. Jahrhunderts, die unter den Füßen solcher Nonnen hervorgekrochen ist, und dann die Scherben ihres zerbrochenen Kinderlebens mühsam aber beharrlich zu einem Mosaik zusammensetzte, kann ich all das, was ich als Erwachsene sehe, nicht glauben.
Ich kann nicht glauben, dass ein Nonnenleben befriedigend ist, ich kann nicht glauben, dass der Gehorsam ungeheuer glücklich macht, ich kann nicht verstehen, wie erwachsene, teilweise studierte Menschen in solchen Strukturen freiwillig leben können. Ich kann nicht glauben, dass sie all das glauben, was sie predigen.
Und siehe da, je mehr die Fassade des ungeheuren Gehorsams aufbricht, desto ungeheuerlicher wird das sichtbar Werdende.


Begrabene Engel

Zum Gedenken an zwei Kinder,
neun und elf Jahre.
Gegen das Vergessen
und für all die Ungezählten in Kanada, Irland, weltweit

Sie sind tot.
Sie sind an einer Krankheit gestorben. Nicht an einer eigenen sondern an der ihrer Mörder.
Es ist eine Krankheit, die Angst macht, denn sie rafft nicht die Täter hin, sondern Kinder, über die sie mit ihrer Krankheit herfallen, sie benutzen und dann wie überflüssigen Müll wegwerfen.

Es ist leicht für erwachsene Menschen, Kinder auszutricksen, einzuschüchtern, einzusperren, zu vergewaltigen, zu schlagen, zu erwürgen, ihren kleinen gebrochenen und zerstörten Körper, eventuell vorher noch zerkleinert, in einen Müllsack zu packen und zu verscharren.
Es ist also keine Heldentat, die besonders viel Kraft oder Mut erfordert. Und dennoch muss es ein geiles Gefühl sein, etwas so überdimensional Berauschendes, für das man alles vergisst, was mit menschlicher Moral, Ethik, Gewissen,Scham, Mitgefühl, Schuldgefühl und Ehrfurcht zu tun hat.

Jenseits meiner eigenen Ohnmacht und Fassungslosigkeit angesichts dieser Taten, wachsen in mir zwei Bedürfnisse:

Das eine wäre, Menschen wie Marc Dutroux, die kirchlichen Täter in ihren geheiligten Hinterhalten, die unzähligen Kindersextouristen und Millionen Nutzer der kinderpornographischen Internetseiten zu fragen, weshalb die zwei Minuten oder auch die zwei Stunden ihres sexuellen Treibens mit anschließendem Samenerguss, in ihren Augen die Zerstörung eines Kinderlebens rechtfertigt.
Kinder die von einer Mutter unter Schmerzen geboren wurden, für welche diese Mütter – und meist auch die dazugehörigen Väter – Jahre in Liebe, Sorgfalt und Hoffnung verbracht haben (soweit es ihre eigenes Schicksal zuließ), um diesem Kind, und damit auch unserer Welt, eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen.

Warum hat dieses eine aus Fleisch, Muskeln und Schwellkörpern bestehende männliche Körperteil so viel Macht über den Menschen, der es zur Zerstörung von fremden Leben benutzt, anstatt damit neues Leben zu schaffen, wie es unsere biologische Natur vorsieht?
Warum geben Zölibatäre nicht ihren selbstauferlegten Irrsinn auf, wenn sie merken, dass es nicht durchhaltbar ist?
Warum investieren diese Männer – und leider auch von ihnen abhängige Frauen (weltliche ebenso wie Nonnen) – soviel Geld und kriminelle Energie für ihre Neigung, dass daraus gewaltige Wirtschaftsunternehmen und pädophile Netzwerke entstehen konnten?
Dass diejenigen, die sich daran bereichern, jenseits jeder Empathie stehen, ist aus anderen Bereichen der Finanzmacht hinreichend bekannt.
Aber wie in jedem Wirtschaftszweig bestimmt auch die Nachfrage das Angebot, und deshalb richten sich meine Fragen derzeit ausschließlich an die Konsumenten der Kinderkörper.
An die mutwilligen Zerstörer, an die gefühllosen Getriebenen, an die, die sich selbst zum Opfer ihrer Sucht nach dem nächsten, noch perverseren Erleben reduzieren.

Es soll unter ihnen Menschen geben, die hinterher zusammenbrachen und bereuten. Das Ausmaß ihrer Tat erst begriffen, als es schon zu spät war. Die ihre Eltern und die ihrer Opfer um Verzeihung baten. Die sich freiwillig therapieren und kastrieren ließen, weil sie einsahen, dass sie nicht mehr fähig waren, Verantwortung für ihren Trieb zu übernehmen.
Aber im Verhältnis sind es wenige und hinterher ist es zu spät.
Zumindest für das Kind, das tot im Müllsack gefunden wird oder dessen Seele lebenslang belastet bleibt.

Ich kann nicht urteilen und verurteilen, weil ich es nicht verstehe, und weil mir bisher niemand diese Fragen beantwortet hat, damit ich es verstehen kann.
Vielleicht würde ich entdecken, dass auch die Täter sich selbst nicht verstehen, und dass DIES die Krankheit ist, die auf dem Grund des Grauens liegt…
Sind sie Opfer einer höheren Macht, einer übersexualisierten Gesellschaft, die alles verspricht und möglich macht, von unseren Seelen in Wirklichkeit aber nicht ausgehalten werden kann?
Ist es die Reizüberflutung, die einerseits zur Abstumpfung und Langeweile führt, aber gleichzeitig den neuen Reiz weckt, den so oft erwähnten ultimativen Kick zu finden.
Es ist eine Sucht, eine Droge. Die Dealer, die Geschäftemacher, die damit das große Geld verdienen, haben die Welt mittlerweile im Griff.
Eine Welt voller Menschen, die sich offenbar nicht dagegen wehren können. Weil sie Opfer der Droge Sex oder Opfer der Abhängigen sind. Sie scheinen nicht mehr in der Lage zu sein, innezuhalten, nachzudenken und genau hinzusehen, was um uns herum passiert.

Und die, die eigentlich heilen und unterstützen sollten, einen festen Halt im Glauben geben könnten, stecken selbst bis zu ihrem weißen Krägelchen im Sumpf. Der Herr Pfarrer, der abends seine Einsamkeit vor dem Computer in ein Taschentuch ejakuliert, wenn es ihm nicht schon untertags gelungen ist, ein Kind mit seinem unerfüllten Trieb zu schädigen, zu vergewaltigen oder der die selbstgemachten Bilder nackter Kinder noch ganz analog in sein Fotoalbum des Grauens klebt….

Das zweite Bedürfnis, welches in Anbetracht der Gesamtumstände aus dem Ersten erwächst, wäre einen Antrag auf Heiligsprechung dieser Kinder zu stellen.
Jedes einzelne ermordete Kind, das auf die Welt kam, um sein Leben und seine Unversehrtheit der Krankheit seiner Täter zu opfern, sollte heiliggesprochen werden!
Wenn es einen Sinn in ihrem frühen Tod und ihrem grausamen, einsamen Ende geben soll, dann den, dass sie gestorben sind, um das Grauen sichtbar für ALLE zu machen.
Eine sexuelle Gewalttat an Überlebenden zählt in unserer Gesellschaft noch immer zu wenig und paraphrasiert sich die Kirche als ein „Vergehen gegen die Ehelosigkeit zurecht“, obwohl die meist lebenslange Seelenzerstörung oft einem Tod im Leben gleichkommt – aber ein getötetes Kind erreicht die Massen, lässt sie aufschreien, tut ihnen weh, schreckt sie in ihrer Gleichgültigkeit auf.
Zwar immer nur für einen kurzen Moment, solange die Medien das Thema aufwühlen, aber immerhin.
Diese kurzen Momente aneinandergereiht und unvergesslich gemacht, könnten einen langen roten unübersehbaren Faden durch das Grau und die Gleichgültigkeit des Alltags legen.

Die Heiligsprechung wäre eine Ehrung und eine ewig währende Erinnerung.

Sie macht die Kinder nicht wieder lebendig, würde aber in ihrer Summe und eingetragen in unsere Jahreskalender deutlich machen, wie viele Engel wir schon begraben haben.
Wesen, die auf diese Welt kamen, um Licht in das Dunkel zu bringen, das Licht des Erkennens, das uns auch bleibt, wenn ihr eigenes Lebenslicht erloschen ist.

Zusätzlich zu dieser Forderung stelle ich auch denselben Antrag für die beiden überlebenden Opfer von Marc Dutroux, denen laut einer Dokumentation bis heute kaum Hilfe zukam. Sabine Dardenne und Laetitia Delhez haben das Grauen der toten Kinder überlebt. Sie konnten direkt aus der Hölle berichten und sie werden mit diesen Erinnerungen ein Leben lang eins bleiben. Sie leiden unter uns, sie leben als Fanal gegen die Gleichgültigkeit und als Mahnmal für die Fehler eines ganzen Staates.
Jedem Morgen, dem sie mit ihren zerrissenen Seelen entgegensehen, folgt ein anstrengender Tag. Gezeichnet von den Folgen des Martyriums, und endet vielleicht – mit ein bisschen Glück – in einer Nacht, die für ein paar Stunden das Vergessen erlaubt.

Das sind genügend Gründe für eine Heiligsprechung zu Lebzeiten. Und wir sollte sie ehren und jeden Tag dafür dankbar sein, dass wir mit ihnen zwei Engel weniger begraben mussten.

(Dieser Text entstand vor 20 Jahren…und ich hatte bereits die Formulare für eine Unterschriftensammlung ausgedruckt, die ich dem Papst zukommen lassen wollte

Gerade hat die Demontage des damaligen Papstes Benedikt alias Josef Ratzinger begonnen. Er wird der Vertuschung beschuldigt und ich bin sicher, dass sich noch viel mehr Dreck unter seinen roten Schühchen angesammelt hat. Ich danke Gott, dass er mich all die Jahre zu beschäftigt hielt, um die Petition einzureichen. Sie wäre wertlos gewesen. Jede öffentliche Zurschaustellung der Kirche erweist sich als neue Heuchelei.
Nichts ist besser geworden seitdem, im Gegenteil.
Die Polizeibeamten sind machtloser denn je gegen die Flut der Kinderpornographie, die Grausamkeiten sind unermesslich und unvorstellbar geworden und die Kirche mischt kräftig in dem Geschäft mit. Keine Gnade, keine Umkehr, keine Einsicht. Keine ECHTE Reue.

Das ist unsere heil-lose Welt heute 2022.

Möge die nächste, jetzt junge Generation einen Ausweg finden, aufwachen und es besser machen. Für sie habe ich diesen Text neu aufgelegt.
Der jahrzehntelange Kampf meiner Generation hat uns nur wenige Schritte vorangebracht.
Vielleicht gibt es eines Tages eine Päpstin mit Herz, Gefühl und einem mütterlichen Blick auf das Wesentliche und die Kinder, die sie an erste Stelle setzt und zu schützen weiß. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben……..)